Wetterbericht. Über Wetterkultur und Klimawissenschaft

7. Oktober 2017 bis 4. März 2018, Bundeskunsthalle in Bonn

Dunkle Wolken über dem kleinen Hafen. Ein Regenbogen spannt sich über den sturmgepeitschten Bäumen. Der Damm hält nicht, aufgewühltes Wasser fließt zu den Häusern. Drei Menschen fliehen zum Wehr und beten. Bauern treiben eilig Kühe durch die Flut heim.

Jacob Cats, Herbstlandschaft mit Regenbogen und Flut (Ausschnitt), 1797, Aquarell auf Papier
© Rijksmuseum, Amsterdam


Das Wetter – in seiner Schönheit und Bedrohlichkeit – umgibt uns jeden Tag. Wetter ist erlebbares Klima, denn erst aus 30 Jahren Wettergeschehen lässt sich ein Klimazustand ablesen. Wetter und Klima bestimmen unser Leben und Überleben existenziell. Die Ausstellung fragt, inwiefern kurzfristige Wetterereignisse und längerfristige klimatische Veränderungen Einfluss auf die Natur, menschliche Zivilisation und Kultur haben.

Sonnenuhr aus vergoldeter Kupferlegierung, aufklappbar und vermutlich transportabel

Kreuzförmige Sonnenuhr, 1619, Kupferlegierung, vergoldet, monogrammiert HD
Kunsthistorisches Museum, Wien
© KHM-Museumsverband

Dabei nähern wir uns dem aktuellen Thema interdisziplinär und zeigen künstlerische, kulturgeschichtliche und naturwissenschaftliche Exponate aus aller Welt. Zu sehen sind u.a. Werke von John Constable, William Turner, Gustave Courbet und Otto Modersohn, aber auch von Wissenschaftlern wie Otto von Guericke, Daniel Fahrenheit und Alfred Wegener. Die Geschichte der Meteorologie sowie aktuelle Aspekte des globalen Klimawandels spielen in der Ausstellung eine zentrale Rolle.

Einem poetischen Tageslauf folgend, beschreibt die Ausstellung in 12 Räumen verschiedene bestimmende Elemente und Phänomene des Wettersystems: von einer mythisch verklärten Morgendämmerung über Sonne, Luft und Meer am Vormittag, Nebel, Wolken, Regen und Wind am Nachmittag bis hin zu Sturm, Gewitter, Schnee und Eis am Abend.
Das Staunen über die Schönheit der einzelnen Wetterphänomene steht dabei gleichberechtigt neben ihrer wissenschaftlichen Vermessung und Erklärung.

Eine Ausstellung der Bundeskunsthalle und des Deutschen Museums
In Kooperation mit der United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) und dem Deutschen Wetterdienst.

Öffentliche Führung für Hörbehinderte (mit Höranlage)

in LBG und / oder Lautsprache bei Karin Müller Schmied, schwerhörig
Für Hörbehinderte und ihre gut hörenden Freunde / Familie

Sa, 04.11.2017
14:00 – 15:30 Uhr (90 min)
Sa, 24.02.2018
14:00 – 15:30 Uhr (90 min)

Teilnahme nur nach Anmeldung bei der Bundeskunsthalle möglich.
Anmeldeschluss: 3 Tage vor der Führung

Öffentliche Führungen in Deutscher Gebärdensprache

Sa, 21.10.2017
15:00 – 16:30 Uhr (90 min)
Rainer Miebach, gehörlos
So, 12.11.2017
15:00 – 16:30 Uhr (90 min)
Reinhard Niemeier, gehörlos
Sa, 20.01.2018
15:00 – 16:30 Uhr (90 min)
Juliane Steinwede, gehörlos
Sa, 17.02.2018
15:00 – 16:30 Uhr (90 min)
Juliane Steinwede, gehörlos

Teilnahme nur nach Anmeldung bei der Bundeskunsthalle möglich.
Anmeldeschluss: 3 Tage vor der Führung

Gruppenangebote

Führung in Deutscher Gebärdensprache

Führung für Hörbehinderte und ihre gut hörenden Freunden / Familie (mit Höranlage)

mit gehörlosen oder schwerhörigen KunstvermittlerInnen
Termine frei buchbar, Anmeldung mindestens 5 Werktage vor dem gewünschten Termin.
Teilnehmerzahl: mindestens 5, maximal 10 gehörlose oder schwerhörige Personen
Bitte geben Sie bei der Buchung die genauen Bedürfnisse Ihrer Gruppe an, damit wir ein passendes Angebot für Sie zusammenstellen können.

Alle Führungen:

6,- € pro Person plus ermäßigtem Eintritt (für alle Teilnehmenden)
Anmeldung und Buchung: kunstvermittlung@bundeskunsthalle.de

Zusätzliches Angebot der Bundeskunsthalle

Mediaguide in Deutscher Gebärdensprache

ohne Untertitel, kostenfrei mit Schwerbehindertenausweis

Audiodeskription für Blinde

kostenfrei mit Schwerbehindertenausweis

Audioguide in Deutsch und Englisch

4 € / ermäßigt 3 €, kostenfrei mit Schwerbehindertenausweis
(Ermäßigung für ArtCard- und ELLAH-Inhaber/-innen und Begleitpersonen)
Statt Kopfhörer können Induktionsschleifen für das induktive Hören kostenfrei ausgeliehen werden.